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Forschung hilft Kindern mit Spenderorgan

Insgesamt 54.000 Euro zugunsten der Transplantationsforschung für schwer kranke Kinder: Klaus J. Teichmann (Stiftungsrat/ Manfred-Roth-Stiftung), PD Dr. André Hörning (Forschungsgruppenleiter/ Kinderklinik), Dr. Wilhelm Polster (Vorstand/ Manfred-Roth-Stiftung) und Prof. Dr. Werner G. Daniel (Vorstandsvorsitzender/ Forschungsstiftung Medizin). Foto: Kerstin Bönisch/Uni-Klinikum Erlangen

Manfred-Roth-Stiftung unterstützt die Transplantationsforschung zugunsten schwer kranker Kinder mit 40.000 Euro

Bis zu zehn Prozent aller Organtransplantationen in Deutschland werden bei Kindern durchgeführt. Auch weil immer noch zu wenig Menschen zur Organspende bereit sind, sollen die transplantierten Organe im Körper der Empfänger so lange wie möglich gesund erhalten werden. Im Forschungslabor der Kinder- und Jugendklinik (Direktor: Prof. Dr. Joachim Wölfle) des Universitätsklinikums Erlangen arbeitet PD Dr. André Hörning seit 2014 an der Entwicklung einer wirksamen Therapie, die die vollständige und dauerhafte Akzeptanz des verpflanzten Organs bei transplantierten Kindern ermöglicht. Von Stiftungsvorstand Dr. Wilhelm Polster und Stiftungsratsmitglied Klaus J. Teichmann der Fürther Manfred-Roth-Stiftung erhielt die Forschungsgruppe von Dr. Hörning dafür jetzt eine Spende in Höhe von 40.000 Euro. Durch das Matching-Funds-Programm der Forschungsstiftung Medizin am Uni-Klinikum Erlangen wird die Spende auf insgesamt 54.000 Euro aufgestockt.

„Das gestiftete Geld unterstützt ein Forschungsprojekt, bei dem wir in einem experimentellen Verfahren die Herzverpflanzung am Mausmodell untersuchen. Durch die Anwendung neuer Immunsuppressiva konnten wir bereits eine deutlich verminderte Abstoßungsreaktion des transplantierten Organs erreichen im Vergleich zu den bisher angewendeten herkömmlichen Therapien“, erläutert André Hörning. Abgesehen von den Nebenwirkungen der Immunsuppressiva besteht das Risiko eines Versagens des Spenderorgans, das zehn bis fünfzehn Jahre nach der erfolgreichen Transplantation auftreten kann. Deshalb verpflanzt die Forschergruppe von Dr. Hörning zusätzlich körpereigene Stammzellen aus dem Knochenmark des Empfängers in das Gewebe des Spenderorgans. Da sich diese Zellen kontinuierlich erneuern, kann das transplantierte Organ langfristig am Leben erhalten werden. Dr. Hörning: „Wir wollen eine Therapie entwickeln, die langfristig sicherstellt, dass das Organ funktioniert. Damit können transplantierten Kindern weitere Eingriffe und das Warten auf ein weiteres Spenderorgan erspart werden.“

Über die Manfred-Roth-Stiftung

Die gemeinnützige Manfred-Roth-Stiftung fördert neben sozialen, kulturellen, und bildungsfördernden Projekten auch die wissenschaftliche Arbeit in Forschung und Medizin. Die nach dem 2010 verstorbenen Unternehmer und Gründer der Handelskette Norma benannte Stiftung folgt damit den Vorgaben Manfred Roths, der schon zu Lebzeiten Projekte für das Gemeinwohl großzügig unterstützte. Seit 2014 förderte die Stiftung mehr als dreißig Projekte an verschiedenen Einrichtungen des Uni-Klinikums Erlangen.

Über die Forschungsstiftung Medizin am Uni-Klinikum Erlangen

Die Forschungsstiftung Medizin am Uni-Klinikum Erlangen fördert die medizinische Forschung, die Aus- und Weiterbildung von Studierenden, Ärzten und Wissenschaftlern sowie Belange des öffentlichen Gesundheitswesens und Projekte der Mildtätigkeit. Seit ihrer Gründung im Jahr 2007 hat die Forschungsstiftung Medizin schon zahlreiche wissenschaftliche Einzelprojekte aus unterschiedlichen Fachbereichen des Uni-Klinikums Erlangen mit insgesamt knapp sechs Millionen Euro unterstützt.

Weitere Informationen:

PD Dr. André Hörning
Telefon: 09131 85-33118
E-Mail: andre.hoerningatuk-erlangen.de