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Forschung

Graduiertenkollegs und -programme

Strukturierte Promotionsprogramme

Was ist ein Graduiertenprogramm?

Als Alternative zur klassischen Individualpromotion ist die Teilnahme an einem strukturierten Promotionsprogramm innerhalb eines Gradiertenprogramms möglich. Bei einer strukturierten Promotion sind die Doktorandinnen und Doktoranden in ein Ausbildungsprogramm integriert. Dort kommen ausgewählte Graduierte zusammen, deren Projekte häufig einem gemeinsamen, interdisziplinären Thema zuzuordnen sind. Ein begleitendes Curriculum bereitet Sie auf Ihre Forschungsaufgaben vor. In der Regel ist mindestens ein Freisemester verpflichtend; in einigen strukturierten Programmen wird den Promovierenden ein Stipendium gewährt.

Die Strukturen in den Programmen sehen den regelmäßigen Austausch mit anderen Promovierenden und den häufigen – sowohl institutionalisierten wie auch informellen – Kontakt zu einem Betreuungsteam aus einem Betreuer und mindestens einer Mentorin oder einem Mentoren vor. Die Promovierenden werden darin unterstützt, Konferenzen zu besuchen und Ergebnisse ihrer Forschung zu veröffentlichen – so entsteht früh Kontakt zur „academic community“.

DFG-geförderte Programme

Die DFG und das Land Bayern fördern seit Oktober 2010 das erste an einer deutschen Universität eingerichtete Fast Track-Promotionsprogramm (Forschungsbericht GK 1660) mit dem Titel „Schlüsselsignale der adaptiven Immunantwort“.

Um die Attraktivität unseres Standortes zu erhöhen und den besten Nachwuchs zu rekrutieren, bieten wir als Pilotprojekt ein für Deutschland innovatives Programm an, um Absolventen mit einem Bachelorabschluss innerhalb von 4,5 Jahren zum Dr. rer. nat. zu führen. Zusätzlich werden auch bis zu neun assoziierte Naturwissenschaftlerinnen oder Naturwissenschaftler mit einem Master- bzw. Diplomabschluss in das Kolleg aufgenommen, und es wird ein studienbegleitendes Promotionsprogramm für sechs talentierte Promovierende der Humanmedizin angeboten. In der Qualifizierungsphase durchlaufen die „Fast Track“-Promovierenden ein 1,5- jähriges Ausbildungsprogramm, das sie über die Vermittlung von Fachwissen und fachübergreifenden Schlüsselqualifikationen sowie forschungsnahen Laborrotationen (eins davon in einem ausländischen Labor) gezielt an die Promotionsphase heranführen wird.

Das Hauptziel des GK 1660 ist die Ausbildung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses auf dem Gebiet der adaptiven Immunität. Das GK 1660 wurde im Februar 2014 im Rahmen einer DFG-Begutachtung als exzellent eingestuft. Im Mai 2014 entschied der Bewilligungsausschuss der DFG die Weiterförderung des Programmes mit einem Fördervolumen von über 3,5 Mio. Euro für weitere 4,5 Jahre.

Welche Zusammenhänge gibt es zwischen der Entwicklung des Zentralnervensystems (ZNS) und dem Auftreten von neuropsychiatrischen und -degenerativen Erkrankungen im späteren Erwachsenenalter? Inwieweit  beeinflussen Entwicklungsvorgänge die Widerstandsfähigkeit gegenüber ZNS-Erkrankungen des Erwachsenenalters? Welche Faktoren sind hierfür ausschlaggebend? Die Promovierenden des Graduiertenkollegs 2162 werden diesen grundlegenden Fragen unter anderem durch Untersuchungen an Tiermodellen und an von Patienten stammenden, induzierten pluripotenten Stammzellen nachgehen. Das interfakultäre, neurowissenschaftliche Graduiertenkolleg  (Sprecher: Prof. Dr. D.C. Lie, Institut für Biochemie) wird von der DFG ab Juli 2016  für zunächst viereinhalb Jahre gefördert.

Das Graduiertenkolleg ist integriert in den SFB 643 „Strategien der zellulären Immunintervention“ (Forschungsbericht Integriertes GK SFB 643). Ziel ist es, die Promovierenden nicht nur zu selbstständigen und hochqualifizierten Immunologen auszubilden, sondern sie auch besser auf das spätere Berufsleben vorzubereiten. Es werden ein Jour Fixe, Workshops in Kommunikation und GMP-Produktion, projektbezogene Kurse und optionale Aufenthalte in auswärtigen Labors angeboten. Zusätzlich ermöglicht das von den Promovierenden organisierte Gastsprecherprogramm den Aufbau eines internationalen Kontaktnetzwerkes. Die Ausbildungsqualität wird durch eine Betreuungskommission, jährliche Arbeitsberichte und Berichtssymposien gewährleistet.

Das integrierte Graduiertenkolleg „Erlangen School of Molecular Communication“ ist eingebunden in den SFB 796 „Steuerungsmechanismen mikrobieller Effektoren in Wirtszellen“ (Forschungsbericht Integriertes GK SFB 796). In dem interdisziplinären SFB 796 arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der naturwissenschaftlichen und medizinischen Fakultäten der FAU, des Universitätsklinikums Erlangen sowie des Fraunhofer Instituts IIS zusammen und bieten eine attraktive, strukturierte, internationale Ausbildung naturwissenschaftlicher und medizinischer Doktorandinnen und Doktoranden an. Der wissenschaftliche Austausch unter den Promovierenden mit den Projektleitern des SFB wird durch jährliche Retreats, attraktive Seminarreihen und ein Mentorenprogramm gefördert. Als Besonderheit wurde im Oktober 2011 für herausragende Studierende ein Fast-Track Programm gestartet. In diesem Programm wird das zweijährige Masterstudium durch eine einjährige Curricularphase ersetzt und ermöglicht so das schnellere Beginnen der Promotionsarbeit.

Erste Förderperiode: 2009 – 2012, Verlängerung: 2012 – 2016.

The major objectives of the Transregio TRR130 are to understand how physiological and pathological adaptive memory is established and to train critical-thinking, highly skilled, and internationally competitive immunologists. The established Integrated Research Training Group (IRTG) „B cells and beyond“ within the TRR130 wants to foster the interaction of students and investigators locally and among the four participating locations with a structured educational and mentoring concept that goes beyond the level of training doctoral students usually receive in their labs.

Erste Förderperiode: 2013 – 2016

Weitere Programme

IZKF-Doktorandenakademie

Die IZKF-Doktorandenakademie bietet den im IZKF arbeitenden Doktoranden ein strukturiertes Ausbildungsprogramm und fördert die Vernetzung der Doktoranden untereinander auf vielfältige Weise. Die Teilnahme ist für alle naturwissenschaftlichen Doktoranden verpflichtend, die nicht in ein alternatives strukturiertes Ausbildungsprogramm der Fakultät/FAU eingebunden sind. Ebenfalls verpflichtend ist die Teilnahme für Doktoranden, die über ein IZKF-Stipendium für Medizindoktoranden gefördert werden. Weiter können Doktoranden als assoziiertes Mitglied aufgenommen werden, da die Doktorandenakademie für Doktoranden der Medizinischen Fakultät und Doktoranden, welche den IZKF-Projekten assoziiert sind, offen steht.

Stipendien für Medizindoktoranden

Im Rahmen des Doktorandenprogramms wird Medizinstudierenden die Möglichkeit eröffnet, eine Doktorarbeit in einem anspruchsvollen, von Zusammenarbeit geprägten Forschungsfeld anzufertigen. Jährlich stehen 18 Stipendien für Medizinische Doktoranden mit einer Förderung von 773 EUR monatlich zur Verfügung. Die Stipendien werden für 7 Monate gewährt.

IZKF-Nachwuchsförderung

Seit dem Jahr 2007 betreibt das Interdisziplinäre Centrum für Alternsforschung (ICA) neben laufenden Kooperationen in der Forschung ein gemeinsames Promotionsprogramm „Gerontologie“, in dem strukturierte Lehrangebote für Doktoranden im Fach Gerontologie (Dr. phil.) und den Nachbarfächern (Psychologie, Psychiatrie, Sportwissenschaft) sowie auch medizinische Promotionen (Dr. med., Dr. rer. biol. hum.) unterstützt und gefördert werden.

Die SAOT (Forschungsbericht SAOT) wurde mit Beteiligung der Medizinischen Fakultät an der FAU im November 2006 im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder zur Förderung von Forschung und Wissenschaft an deutschen Universitäten eingerichtet und im November 2012 für weitere fünf Jahre verlängert. Die SAOT bietet ein interdisziplinäres, fakultätsübergreifendes, strukturiertes und englischsprachiges Ausbildungsprogramm für Graduierte mit dem Ziel der Promotion, das eingebunden ist in ein weltumspannendes Netzwerk führender Fachleute. An ihr sind die Medizinische, Naturwissenschaftliche und Technische Fakultät beteiligt. Die wissenschaftlichen Schwerpunkte der SAOT umfassen die Bereiche Optische Messtechnik, Optische Materialbearbeitung, Optik in der Medizin, Optik in der Kommunikations- und Informationstechnik, Optische Materialien und Systeme und Rechnergestützte Optik.

In a joint initiative, the Max Planck Institute for the Science of Light (MPL), the FAU, the Friedrich-Schiller University of Jena (FSU), the Fraunhofer Institute for Integrated Circuits IIS, and the Fraunhofer Institute for Applied Optics and Precision Engineering IOF offer an international Ph.D. programme. Further information: http://www.mpl.mpg.de/de/imprs.

Ziel des Emil Fischer Graduiertenprogrammes ist es, Nachwuchswissenschaftlern in einem inter­disziplinären Umfeld begleitend zu ihrer Pro­motion Schlüsselqualifikationen für eine spä­tere Tätigkeit im Bereich der Wirkstofffor­schung und der Arzneimittelentwicklung zu vermitteln. Inhaltliche Schwerpunkte bilden hierbei die Identifikation und Charakterisie­rung von Zielproteinen, Signalkaskaden, Wirk­stoffen, Wirkmechanismen und die dazugehö­rige Bioanalytik. Getragen wird das Programm von Hochschulleh­rern der Naturwissen­schaftlichen und der Medizinischen Fakultät.

Basierend auf dem Graduiertenprogramm konnte im Jahr 2013 zudem ein DFG-geförderter Graduiertenkolleg („Medizinische Chemie selektiver GPCR-Liganden“, GRK 1910) eingerichtet werden.
Forschungsbericht EFS