Fünf Forschungsschwerpunkte prägen die Universitätsmedizin in Erlangen. Translationale Forschung gelingt durch eine enge interdisziplinäre Verbindung von Grundlagenfächern und klinischen Fächern.
Fächerübergreifende Verbundprojekte tragen zur Spitzenmedizin bei.
Worum geht es?

Im Fokus stehen Autoimmun- und Entzündungserkrankungen wie rheumatoide Arthritis, chronisch entzündliche Darmerkrankungen und systemischer Lupus erythematodes.
Forschungsverbünde und Graduiertenprogramme mit Bundes- und Landesförderung
- SFB 1755: „CASCAID – Cellular and Systems Control of Autoimmune Disease“
- SFB/TRR 241: „Immun-Epitheliale Signalwege bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen“
- SFB/TRR 369: „DIONE – Entzündungsbedingte Knochendegeneration“
- FOR 2886: „PANDORA – Pathways triggering AutoimmuNity and Defining Onset of early Rheumatoid Arthritis“
- GRK 2504: „Neue antivirale Strategien: von der Chemotherapie bis zur Immunintervention“
- GRK 2599: „FAIR – Feinabstimmung der adaptiven Immunantwort“
- GRK 2740: „Immunomicrotope: Mikroumgebungsbedingte, metabolische und mikrobielle Signale zur Regulation der Immunzell-Pathogen-Interaktion“
Zentren und Forschungsinfrastrukturen
Sprecherschaft
Prof. Dr. Aline Bozec
Professur für Experimentelle Immuntherapie
Kontakt
Prof. Dr. David Vöhringer
Professur für Infektionsabwehr und Toleranz
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Worum geht es?

Durch ihren vielfach chronischen Verlauf betreffen Nieren- und Kreislauferkrankungen nicht nur große Patientenzahlen, sie verursachen zudem hohe sozioökonomische Folgekosten. Zugleich liegt in der frühen Diagnostik von Risikofaktoren die große Chance einer effektiven Prävention und in der Aufklärung von regenerativen Mechanismen die Chance einer früheren Rehabilitation nach Erkrankungen.
Verbünde und Graduiertenprogramme mit Bundes- und Landesförderung
- SFB/TRR 374: „Tubular System and Interstitium of the Kidney“
- SFB/TRR 225: „Von den Grundlagen der Biofabrikation zu funktionalen Gewebemodellen“
Zentren und Infrastrukturen
- German Chronic Kidney Disease (GCKD) Studie
- Klinische Forschungsstation für Hypertonie und Gefäßmedizin
- Zentrum für Seltene Nierenerkrankungen
- Transplantationszentrum Erlangen-Nürnberg
- Digitale Forschung nach Nierentransplantation (smart NTx, PCOR-MII, Smart&Fit für die Nierentransplantation)
Sprecherschaft
Prof. Dr. Mario Schiffer
Lehrstuhl für Innere Medizin IV
Kontakt
Prof. Dr. Kerstin Ute Amann
Professur für Nephropathologie
Kontakt
Worum geht es?

Die experimentellen und klinischen Neurowissenschaften befassen sich in Erlangen besonders mit Themen der Reizleitung von Mechanismen der neuralen Signalübertragung über die Sensorik bis zur Reizverarbeitung und der Perzeption in der Schmerzforschung. Der Bereich Sensorik spiegelt sich besonders in der Glaukomforschung wider.
Forschungsverbünde und Graduiertenprogramme mit Bundes- und Landesförderung
- KFO 5024: „Immun-Checkpoints der Kommunikation zwischen Darm und Gehirn bei entzündlichen und neurodegenerativen Erkrankungen“
- SFB 1540: „EBM – Erforschung der Mechanik des Gehirns: Verständnis, Engineering und Nutzung mechanischer Eigenschaften und Signale in der Entwicklung, Physiologie und Pathologie des zentralen Nervensystems“
- GRK 2162: „Entwicklung und Vulnerabilität des Zentralnervensystems“
Zentren und Forschungsinfrastrukturen
- Interdisziplinäres Zentrum für Public Health (IZPH)
- Max-Planck-Institut für Physik des Lichts (MPL)
- Max-Planck Zentrum für Physik und Medizin (MPZPM)
Sprecherschaft
Prof. Dr. Veit Rothhammer
W3-Professur für Neuroimmunologie
Kontakt
Prof. Dr. Marisa Karow-Falk
Professur für Biochemie und Molekulare Neurowissenschaften
Kontakt
Worum geht es?

Die Tumorforschung befasst sich in Erlangen hauptsächlich mit folgenden Krebserkrankungen: Brustkrebs, Leukämien und Lymphome, Lungenkrebs, Melanom, Nierenzellkarzinom, Pankreaskarzinom und kolorektales Karzinom. Die Forschung fokussiert sich auf die Tumorimmunologie und die Wechselwirkung des Tumors mit seiner Umgebung. Insbesondere auf dem Gebiet der Immuntherapie besteht eine herausragende Expertise. Die Spitzenstellung der Forschung und ihre schnelle Übertragung in Therapie und Diagnostik wird durch das Comprehensive Cancer Center Erlangen-Europäische Metropolregion Nürnberg (CCC ER-EMN) unterstrichen, das nach den Kriterien der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert ist.
Forschungsverbünde und Graduiertenprogramme mit Bundes- und Landesförderung
- SFB/TRR 417: „Zelluläre Kommunikation im Stroma von kolorektalen Karzinomen: von der Pathophysiologie bis zur klinischen Translation“
- SFB/TRR 221: „Modulation der Transplantat-gegen-Wirt- und Transplantat-gegen-Leukämie- Immunreaktionen nach allogener hämatopoetischer Stammzelltransplantation“
- SFB/TRR 305: „Über die Analyse der metastatischen Koloniebildung zu neuen systemischen Krebstherapien“
- SFB/TRR 643: „Dendritische Zellen zur Therapie des Uveamelanoms in Phase-I- und Phase-III-Studien“
- DigiOnko: Mit digiOnko wurde federführend am Uniklinikum Erlangen und gemeinsam mit den Universitätsstandorten Würzburg und Regensburg ein bayerisches Leuchtturmprojekt etabliert, das die Translation onkologischer Forschungsergebnisse in die klinische Routineversorgung adressiert. Ziel ist es, evidenzbasierte Präventions-, Therapie- und Nachsorgekonzepte durch digitale Anwendungen, telemedizinische Betreuung und KI-gestützte personalisierte Datenauswertung nachhaltig in die Versorgung zu integrieren.
- ONCOnnect: Die meisten Krebspatientinnen und -patienten in Deutschland werden außerhalb der Onkologischen Spitzenzentren (Comprehensive Cancer Center, CCC) behandelt. Outreach-Netzwerke der CCCs sollen einen wohnortnahen Zugang zu spezialisierten Angeboten sichern, stehen jedoch insbesondere in ländlichen Regionen vor Herausforderungen. Das nationale Verbundprojekt ONCOnnect bündelt die Expertise aller 14 CCCs, des Nationalen Krebspräventionszentrums und von Patientenvertretungen, um die regionale Vernetzung zu stärken und die Krebsversorgung bundesweit zu verbessern.
Zentren und Forschungsinfrastrukturen
- Comprehensive Cancer Center Erlangen-EMN (CCC ER-EMN)
- CCC Allianz WERA
- NCT WERA
- Bayrisches Zentrum für Krebsforschung (BZKF)
Sprecherschaft
Prof. Dr. Marianne Pavel
Professur für Endokrinologie
Kontakt
Prof. Dr. Markus Metzler
Professur für Kinder- und Jugendmedizin mit dem Schwerpunkt Pädiatrische Onkologie und Hämatologie
Kontakt
Worum geht es?

Die in der Medizintechnik betriebenen experimentellen Entwicklungen und klinischen Applikationen strahlen nicht nur von der Medizinischen in die Technische und Naturwissenschaftliche Fakultät aus, sondern sind auch mit dem industriellen Schwerpunkt Medizintechnik im Raum Erlangen hervorragend verknüpft. Insbesondere die Themen Augenheilkunde, bildgebende Diagnostik, horizontale Innovationen, intelligente Sensorik und Therapiesystheme sind in Erlangen stark vertreten.
Forschungsverbünde und Graduiertenprogramme mit Bundes- und Landesförderung
- FOR 5534: „Schnelle Kartierung von quantitativen MR-bio-Signaturen bei ultra-hohen Magnetfeldstärken“
- SFB 1483: „Empathokinästhetische Sensorik – Sensortechniken und Datenanalyseverfahren zur empathokinästhetischen Modellbildung und Zustandsbestimmung“
- SFB/TRR 225: „Von den Grundlagen der Biofabrikation zu funktionalen Gewebemodellen“
Europäische Projekte
- EIT Health
Zentren und Forschungsinfrastrukturen
- Department Artificial Intelligence in Biomedical Engineering (AIBE)
- Medical Informatics in Research and Care in University Medicine (MIRACUM)
Sprecherschaft
Prof. Dr. Arnd Dörfler
Lehrstuhl für Neuroradiologie
Kontakt
Prof. Dr. Sarina Müller
Lehrstuhl für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
Kontakt
Die Medizinische Fakultät ist darüber hinaus maßgeblich an den universitären Wissenschaftsschwerpunkten „Molekulare Lebenswissenschaften und Medizin“, „Medizintechnik“ sowie „Optik und Optische Technologien“ beteiligt. Hier findet in Forschungsverbünden eine enge Verknüpfung mit Einrichtungen der Technischen und Naturwissenschaftlichen Fakultät statt.
Detail- und Kontaktinformationen zu allen Projekten, Verbünden, Zentren und Instituten finden Sie unter Einrichtungen und Projekte.