Forschungsschwerpunkte

Fünf Forschungsschwerpunkte prägen die Universitätsmedizin in Erlangen. Translationale Forschung gelingt durch eine enge interdisziplinäre Verbindung von Grundlagenfächern und klinischen Fächern.
Fächerübergreifende Verbundprojekte tragen zur Spitzenmedizin bei.

Worum geht es?

Der Schwerpunkt Infektiologie und Immunologie umfasst die translationale Immuntherapie und die Präzisionsmedizin bei Autoimmun- und Entzündungskrankheiten wie rheumatoider Arthritis,  chronisch-entzündlichen  Darmerkrankungen und systemischem Lupus erythematodes sowie die Erforschung von Immunzellen wie Eosinophilen, T-Zellen und Makrophagen. Die Forschung in den Bereichen Infektionsbiologie, Wirt-Pathogen-Interaktionen, Mikrobiomforschung, die Krebsimmunologie und die Entwicklung neuartiger Immuntherapien nehmen eine zentrale Rolle ein.

Forschungsverbünde und Graduiertenprogramme mit Bundes- und Landesförderung

  • SFB 1755: „CASCAID – Cellular and Systems Control of Autoimmune Disease“
  • SFB/TRR 241: „Immun-Epitheliale Signalwege bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen“
  • SFB/TRR 369: „DIONE – Entzündungsbedingte Knochendegeneration“
  • FOR 2886: „PANDORA – Pathways triggering AutoimmuNity and Defining Onset of early Rheumatoid Arthritis“
  • GRK 2504: „Neue antivirale Strategien: von der Chemotherapie bis zur Immunintervention“
  • GRK 2599: „FAIR – Feinabstimmung der adaptiven Immunantwort“
  • GRK 2740: „Immunomicrotope: Mikroumgebungsbedingte, metabolische und mikrobielle Signale zur Regulation der Immunzell-Pathogen-Interaktion“

Zentren und Forschungsinfrastrukturen

Sprecherschaft

Professur für Experimentelle Immuntherapie

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Professur für Infektionsabwehr und Toleranz

Worum geht es?

Schwerpunkt Tumorforschung umfasst Grundlagenforschung zur Krebsentstehung, translationale Forschung mit neuen Radio- und Immuntherapien  sowie  klinische  Forschung, z. B. mit CAR-T-Zellen in der Tumorimmunologie. Schwerpunkte liegen auf gynäkologischen Tumoren, hämatologischen Neoplasien, Pankreaskarzinom, kolorektalem Karzinom, Melanom und neuroendokrinen Tumoren. Die Spitzenstellung der Forschung wird durch das CCC ER – EMN des Uniklinikums Erlangen unterstützt.

Forschungsverbünde und Graduiertenprogramme mit Bundes- und Landesförderung

  • SFB/TRR 417: „Zelluläre Kommunikation im Stroma von kolorektalen Karzinomen: von der Pathophysiologie bis zur klinischen Translation“
  • SFB/TRR 221: „Modulation der Transplantat-gegen-Wirt- und Transplantat-gegen-Leukämie- Immunreaktionen nach allogener hämatopoetischer Stammzelltransplantation“
  • SFB/TRR 305: „Über die Analyse der metastatischen Koloniebildung zu neuen systemischen Krebstherapien“
  • SFB/TRR 643: „Dendritische Zellen zur Therapie des Uveamelanoms in Phase-I- und Phase-III-Studien“

  • DigiOnko: Mit digiOnko wurde federführend am Uniklinikum Erlangen und gemeinsam mit den Universitätsstandorten Würzburg und Regensburg ein bayerisches Leuchtturmprojekt etabliert, das die Translation onkologischer Forschungsergebnisse in die klinische Routineversorgung adressiert. Ziel ist es, evidenzbasierte Präventions-, Therapie- und Nachsorgekonzepte durch digitale Anwendungen, telemedizinische Betreuung und KI-gestützte personalisierte Datenauswertung nachhaltig in die Versorgung zu integrieren.
  • ONCOnnect: Die meisten Krebspatientinnen und -patienten in Deutschland werden außerhalb der Onkologischen Spitzenzentren (Comprehensive Cancer Center, CCC) behandelt. Outreach-Netzwerke der CCCs sollen einen wohnortnahen Zugang zu spezialisierten Angeboten sichern, stehen jedoch insbesondere in ländlichen Regionen vor Herausforderungen. Das nationale Verbundprojekt ONCOnnect bündelt die Expertise aller 14 CCCs, des Nationalen Krebspräventionszentrums und von Patientenvertretungen, um die regionale Vernetzung zu stärken und die Krebsversorgung bundesweit zu verbessern.

Zentren und Forschungsinfrastrukturen

Sprecherschaft

Professur für Endokrinologie

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Professur für Kinder- und Jugendmedizin mit dem Schwerpunkt Pädiatrische Onkologie und Hämatologie

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Worum geht es?

Die experimentellen und klinischen Neurowissenschaften in Erlangen fokussieren sich insbesondere auf Mechanismen der Hirnentwicklung, Neurodegeneration und Neuroinflammation. Im Mittelpunkt stehen molekulare, zelluläre und systemische Interaktionsnetzwerke, die entzündlichen, degenerativen, psychiatrischen und onkologischen Erkrankungen sowie Entwicklungsstörungen zugrunde liegen.

Forschungsverbünde und Graduiertenprogramme mit Bundes- und Landesförderung

  • KFO 5024: „Immun-Checkpoints der Kommunikation zwischen Darm und Gehirn bei entzündlichen und neurodegenerativen Erkrankungen“
  • SFB 1540: „EBM – Erforschung der Mechanik des Gehirns: Verständnis, Engineering und Nutzung mechanischer Eigenschaften und Signale in der Entwicklung, Physiologie und Pathologie des zentralen Nervensystems“
  • GRK 2162: „Entwicklung und Vulnerabilität des Zentralnervensystems“

Zentren und Forschungsinfrastrukturen

Sprecherschaft

W3-Professur für Neuroimmunologie

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Professur für Biochemie und Molekulare Neurowissenschaften

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Worum geht es?

Der Forschungsschwerpunkt Nieren- und Kreislaufforschung umfasst Untersuchungen zur Entstehung, Progression und therapeutischen Intervention von Nieren-, Herz- und Kreislauferkrankungen. Er deckt damit das gesamte Spektrum von der Entschlüsselung molekularer Mechanismen in präklinischen Modellen bis hin zu klinischen Anwendungsbeobachtungen translational von der Grundlagenforschung bis zur klinischen Anwendung ab.

Verbünde und Graduiertenprogramme mit Bundes- und Landesförderung

  • SFB/TRR 374: „Tubular System and Interstitium of the Kidney“
  • SFB/TRR 225: „Von den Grundlagen der Biofabrikation zu funktionalen Gewebemodellen“

Zentren und Infrastrukturen

Sprecherschaft

Lehrstuhl für Innere Medizin IV

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Professur für Nephropathologie

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Worum geht es?

Der Forschungsschwerpunkt Medizin- und Gesundheitstechnologie umfasst die biomedizinische Grundlagenforschung, Prävention, Diag- nostik, Therapie und Versorgung bei zahl- reichen Erkrankungen. Foci bestehen in den Bereichen multimodale Bildgebung, Biomaterialien, KI, Telemedizin, Sensorik und Therapiesysteme. Die Forschung erfolgt in engen Kooperationen mit der FAU, außeruniversitären Einrichtungen und der Industrie im Medical Valley.

Forschungsverbünde und Graduiertenprogramme mit Bundes- und Landesförderung

  • FOR 5534: „Schnelle Kartierung von quantitativen MR-bio-Signaturen bei ultra-hohen Magnetfeldstärken“
  • SFB 1483: „Empathokinästhetische Sensorik – Sensortechniken und Datenanalyseverfahren zur empathokinästhetischen Modellbildung und Zustandsbestimmung“
  • SFB/TRR 225: „Von den Grundlagen der Biofabrikation zu funktionalen Gewebemodellen“

Europäische Projekte

  • EIT Health

Zentren und Forschungsinfrastrukturen

Sprecherschaft

Lehrstuhl für Neuroradiologie

Kontakt

Lehrstuhl für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

Die Medizinische Fakultät ist darüber hinaus maßgeblich an den universitären Wissenschaftsschwerpunkten „Molekulare Lebenswissenschaften und Medizin“, „Medizintechnik“ sowie „Optik und Optische Technologien“ beteiligt. Hier findet in Forschungsverbünden eine enge Verknüpfung mit Einrichtungen der Technischen und Naturwissenschaftlichen Fakultät statt.

Detail- und Kontaktinformationen zu allen Projekten, Verbünden, Zentren und Instituten finden Sie unter Einrichtungen und Projekte.