Nationale Förderung für internationale Verbünde

Koordinierte Ausschreibungen für internationale Kooperationen

DFG-Förderung für internationale Projekte

Die DFG unterstützt die Zusammenarbeit mit ausländischen Partnern in allen ihren Förderverfahren mit einer Vielzahl von Instrumenten. Generell gilt: in allen Arten der Projektförderung können die für die internationale Kooperation erforderlichen Mittel mit beantragt werden. Kooperationsprojekte mit ausländischen Partnern werden grundsätzlich nach dem Prinzip der beiderseitigen Zuständigkeit unterstützt: die in Deutschland arbeitenden Wissenschaftler wenden sich an die DFG, ihre im Ausland arbeitenden Kooperationspartner an Fördereinrichtungen in ihrem eigenen Land. Dies gilt insbesondere für Einrichtungen, mit denen die DFG eine Vereinbarung zur gemeinsamen Förderung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit geschlossen hat

Transnationale Ausschreibungen

Neben internationalen Fördergebern gibt es zahlreiche Kooperationen deutscher Forschungsförderer mit Förderagenturen im Ausland.

Mit den sogenannten „ERA-NET“ fördert die EU die Zusammenarbeit zwischen nationalen und regionalen Forschungsförderorganisationen bzw. Programmagenturen (z. B. Ministerien, DFG, Projektträger u. a.). Das Ergebnis solcher Kooperationen sind koordinierte Ausschreibungen der Förderorganisationen, mit denen transnationale Verbundprojekte zentral beantragt, aber die Partner nach nationalen Regeln von der jeweiligen nationalen oder regionalen Agentur gefördert werden. Bei der Zusammenstellung des Konsortiums ist darauf zu achten, dass sich die jeweils für den Partner zuständige Förderagentur auch tatsächlich an dem ERA-NET, der Ausschreibung und ggf. dem Thema beteiligt. Im Gesundheitsbereich ist Deutschland derzeit u. a. an folgenden ERA-NET beteiligt:

  • E-Rare ERA-NET on rare diseases
  • ERA-CVD: Cardiovascular Disease
  • HDHL INTIMIC: Intestinal microbiomics, diet and health
  • HBM4EU– European Human Biomonitoring Initiative
  • ERA-NET NEURON II Network of European funding for neuroscience research
  • EURONANOMED II European network for transnational collaborative RTD projects in the field of nanomedicine
  • Infect-ERA Coordination of European funding for infectious diseases research
  • ERACOSysMed Collaboration on systems medicine funding to promote the implementation of systems biology approaches in clinical research and medical practice

Dazu kommen themenoffene ERA-NET mit regionalem Fokus, z. B.:

  • ERA-NET LAC Network of the European Union, Latin America, and the Caribbean Countries on joint innovation and research activities
  • ERANET-RUS Strengthening STI links between Russia and the European research area

Übersicht über laufende ERA-Net und aktuelle Ausschreibungen

Die Gemeinsame Programmplanung (Joint Programming) ist eines der Instrumente zur Verwirklichung des Europäischen Forschungsraumes (European Research Area – ERA). Durch eine freiwillige, länderübergreifende Zusammenarbeit der Mitgliedsstaaten und das Zusammenführen nationaler Ressourcen soll die Effizienz der Forschung in Europa gesteigert werden. Die von den Mitgliedstaaten vorgeschlagenen Initiativen zur Gemeinsamen Programmplanung (Joint Programming Initiatives – JPI) befassen sich mit europäischen bzw. internationalen gesellschaftlichen Herausforderungen (Grand Challenges).

Artikel 185 des AEUV (ex Artikel 169 EGV) bildet die rechtliche Grundlage für die Beteiligung der Union an Forschungs- und Entwicklungsprogrammen mehrerer Mitgliedstaaten. Dabei ist eine flexible Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten möglich, die gemeinsame Interessen und Bedürfnisse berücksichtigt. Ziel ist die Koordinierung nationaler F&E-Programme und im Zuge dessen eine effizientere Ressourcennutzung.

Für Gesundheitsbereich besonders interessant sind:

Für weitere Informationen, Förderrecherchen und Antragsberatung steht Ihnen Frau Prof. Dr. Katrin Schiebel zur Verfügung.