Weniger Zeit im Auto – mehr Zeit zu Hause

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Bei der symbolischen Scheckübergabe in Münchberg (v. l. n. r.): Ursula Schneider (Geschäftsführung/Amal-Stiftung), Sandra Witt (Kinderpalliativzentrum und Brückenteam/Uniklinikum Erlangen), Dr. Chara Gravou-Apostolatou (Leiterin des Brückenteams und Sprecherin des Kinderpalliativzentrums/Uniklinikum Erlangen), Torsten Stelzer (Geschäftsführung/Amal-Stiftung), Dr. Marwan Khoury (Vorstandsvorsitzender und Stiftungsgründer/Amal-Stiftung) und Dr. Nidal Khoury (Geschäftsführung/Amal-Stiftung). Foto: privat

Amal-Stiftung spendet 15.000 Euro für Brückenteam der Kinderklinik

„Für jede Blutentnahme und jeden Verbandswechsel mussten wir damals 260 Kilometer fahren – bis zu fünfmal in der Woche“, erinnert sich Ursula Schneider, Mutter eines inzwischen genesenen krebskranken Kindes. „Dass das Brückenteam den Familien von Kindern mit onkologischen Erkrankungen diese langwierigen, kostspieligen und emotional anstrengenden Fahrten ersparen kann, ist einfach großartig!“ Die Hoferin engagiert sich seit einigen Jahren als Geschäftsführerin der Amal-Stiftung/Kinderkrebshilfe Hochfranken und überreichte nun gemeinsam mit Stiftungsgründer und Vorstandsvorsitzendem Dr. Marwan Khoury einen Spendenscheck in Höhe von 15.000 Euro an Dr. Chara Gravou-Apostolatou, Leiterin des Brückenteams der Kinder- und Jugendklinik des Uniklinikums Erlangen. Das Brückenteam besucht krebskranke Patientinnen und Patienten zu Hause, versorgt Katheter, wechselt Verbände, unterstützt beim Umgang mit Medikamenten, berät und vermittelt. „Wir schlagen eine Brücke zwischen dem stationären und dem ambulanten Bereich“, erläutert Dr. Gravou-Apostolatou. „Da das Brückenteam ausschließlich durch Spenden finanziert wird, freuen wir uns außerordentlich über den großzügigen Betrag der Amal-Stiftung!“

Bei der aktuellen Spende handelt es sich um die größte Einzelspende der noch jungen Stiftung, die sich für krebs- und schwer chronisch kranke Kinder und Jugendliche in ganz Hochfranken engagiert. „Das Brückenteam der Kinderklinik des Uniklinikums Erlangen ist einzigartig in unserer Region“, weiß Ursula Schneider. „Es schenkt den betroffenen Familien unglaublich viel Lebenszeit und Lebensqualität.“ Statt stundenlang im Auto zu sitzen, können die Kinder und ihre Eltern die Zeit gemeinsam zu Hause verbringen. „Moderne Medizin bedeutet für die meisten krebskranken Kinder die Chance auf komplette Genesung, aber die Behandlung dauert viele Monate“, ergänzt Dr. Khoury. „Ein Teil der Therapie erfolgt stationär und in den ambulanten Behandlungsabschnitten sind oft mehrere Fahrten pro Woche in die Tagesklinik nötig.“ Dass die Zahl dieser Fahrten dank des Brückenteams reduziert werden kann, sei eine enorme Entlastung für die Familien.

Über die Amal-Stiftung

Die Amal-Stiftung/Kinderkrebshilfe Hochfranken wurde 2010 von Dr. Marwan Khoury aus Münchberg gegründet. Aus ganz bescheidenen Anfängen entwickelte sich eine regional bedeutsame Organisation, die über die Jahre mehr als 120 Familien betreut und begleitet hat. Im Jahr 2025 konnten insgesamt 73.000 Euro Zuwendungen an Betroffene ausgezahlt werden – seit der Gründung sogar ganze 540.000 Euro. Ein Großteil der Summe wird für die laufende Unterstützung der Familien während der akuten Behandlungsphasen verwendet. Weitere Gelder fließen für besondere Anschaffungen, letzte Wünsche, oder begleitende Therapien. Dabei ist die Stiftung im engen Austausch mit den Kinderkliniken der Uniklinika in Erlangen, Jena und Regensburg.

Weitere Informationen:

Dr. Chara Gravou-Apostolatou
09131 85-35982
kinderbrueckenteam(at)uk-erlangen.de

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