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Freistaat Bayern

Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultur, Wissenschaft und Kunst

Der Bayerische Forschungsverbund ForIPS (Forschungsbericht ForIPS) hat als zentrales und langfristiges Ziel, humane zelluläre Krankheitsmodelle und neue Interventionsstrategien für sporadisch auftretende und chronische Erkrankungen des Gehirns zu etablieren, mit dem Schwerpunkt auf das idiopathische Parkinson-Syndrom. Im Zentrum von ForIPS steht das Zentralprojekt am UK Erlangen, das neben der Bereitstellung von humanen, induzierten pluripotenten Stammzellen von Parkinson-Patienten und Kontrollpersonen sowie deren zellulären Derivate inklusive der DNA und RNA als Hauptaufgabe komplementäre, nicht in das Genom integrierende Reprogrammierungsstrategien entwickelt. Die Reprogrammierung von ausgereiften Körperzellen zu induzierten pluripotenten Stammzellen zählt zu den innovativsten biomedizinischen Entwicklungen der letzten Jahre (Nobelpreis für Medizin 2012). Dabei werden aus einer Hautprobe der Patienten gewonnene Fibroblasten zunächst zu Stammzellen reprogrammiert, d. h. in ein Stadium der Pluripotenz zurückgesetzt, und anschließend gezielt in organspezifische, in diesem Falle Nervenzellen, ausgereift. Mit dieser Technologie generiert der Forschungsverbund Nervenzellen von betroffenen Patienten. Diese Zellen dienen als Modell zur Analyse der Krankheitsursachen des Parkinson-Syndroms und dienen der Entwicklung von neuen Behandlungsstrategien.

Kontakt an Medizinischen Fakultät: Prof. Dr. Jürgen Winkler, Neurologische Klinik – Molekular-Neurologische Abteilung