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Wenn Licht schmerzt

Prof. Babes' Spezialgebiet ist die Erforschung von spezialisierten Nervenendungen in der Haut oder anderen Organen und wie diese Schmerzreize erkennen. (Bild: C. Neacsu)

Humboldt-Preisträger Prof. Dr. Alexandru Babes forscht zur pathologischen Lichtempfindlichkeit

2006 kam er das erste Mal mit einem Humboldt-Forschungsstipendium an die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), seither kommt Prof. Dr. Alexandru Babes fast jährlich wieder her, um sich mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auszutauschen. Im Sommer 2019 ist er wieder Institut für Physiologie und Pathophysiologie – jetzt mit einem Friedrich Wilhelm Bessel-Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung.

Babes forscht zurzeit als Gastwissenschaftler am Institut für Physiologie und Pathophysiologie mit dem Schwerpunkt Sinnesphysiologie. Er interessiert sich dafür, wie spezielle Nervenendigungen in der Haut und anderen Organen schmerzhafte Reize oder Veränderungen der Umgebungstemperatur erkennen. Am Institut ist er Teil einer Forschungsgruppe, die unter anderem pathologische Lichtempfindlichkeit untersucht. Bei bestimmten genetischen Krankheiten klagen betroffene Menschen über Schmerzen und Juckreiz, wenn ihre Haut Sonnenlicht oder sogar künstlichem Licht ausgesetzt ist. Dies deutet darauf hin, dass ihre schmerzempfindlichen Neuronen durch Licht im UV-Bereich und sogar im sichtbaren Bereich erregt werden. Mit Hilfe von Prof. Dr. Peter Reeh, Senior Fellow of Physiology, arbeitet Prof. Babes daran, einige der Mechanismen und Signalwege aufzudecken, die an dieser abnormalen Überempfindlichkeit beteiligt sind.

Über den Preisträger

Prof. Babes studierte an der Universität Bukarest Physik im Bachelor und Neurobiologie im Master. In den folgenden Jahren lehrte er dort als Dozent und ab 2002, nach Abschluss seiner Doktorarbeit, als PostDoc. Seit 2008 ist er Professor für Neurobiologie in der Abteilung für Tier-Physiologie und Biophysik an der Universität Bukarest. Die Alexander von Humboldt-Stiftung hat verschiedene Projekte von Prof. Babes gefördert. Im Jahr 2019 hat die Stiftung ihn zum wissenschaftlichen Botschafter der Stiftung in Rumänien ernannt.

Über den Preis

Die Humboldt-Stiftung verleiht jährlich etwa 20 Friedrich Wilhelm Bessel-Forschungspreise, die mit je 45.000 Euro dotiert sind. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland können international anerkannte Forscherinnen und Forscher aus dem Ausland nominieren, die vor nicht mehr als 18 Jahren promoviert haben. Die Gewinner kommen nach Deutschland und arbeiten gemeinsam mit Fachkolleginnen und –kollegen an einem Projekt.

Ein ausführliches Interview mit Prof. Babes finden Sie auf der FAU-Webeite.